Unsere Präsentation wird neu erstellt.

So sind vorübergehend Schnallen und Gürtelreplikate hier zu sehen.



Der GÜRTLER

Der Schnallenmacher als Zulieferer für den Gürtler

Das Gürtlerhandwerk ist durch erhaltene Statuten in Paris sicher um 1250 nachweisbar, früheste Quellen weisen angeblich bis 1137 zurück.

Für Köln sind Gürtlersatzungen aus dem XIV Jh. erhalten.

In Krakau wurde deutlich zwischen Messing- und Zinngürtlern unterschieden, in Paris kamen noch die Eisengürtler hinzu, die hauptsächlich schwere Gürtel für das Pferdegeschirr anfertigten. Nach den Satzungen wurde zwischen Riemenschneidern und Gürtlern unterschieden, wobei der Riemenschneider keine Beschläge setzen durfte, Wien 1403:

also dass fürbas die riemer chainerlei gurteln machen sollen mit hammer noch mit nageln.“ (Fingerlin S. 30)



 Originalschnallen und Beispiele für Gürtel, die auf Märkten erstellt wurden:

XI

-

XII Jh

IX-X Jh

IX-X Jh Gotland, rotguss

Spitze „senkel“ XI-XII Jh

XI-XII Jh










Ringrollschnallen original Pferdegeschirr XII-XVIII Jh









XIII Jh


Schnallen original XIII Jh

Bortenstecker XIII Jh

Perlstab ab 1250








Grosse Zunge (London Nr. 630), Bortenstecker und Beutelhalter

Grosse Zunge (Lo 630), Leder natur

Grosse Zunge (Lo 630) Bortenstecker, Leder natur







Salzburg XIII Jh

Perlstab 2. Hälfte XIII Jh

Schnalle „rinke“ mit „rinkenblech“ um 1270 (nach Fund Fkft aM), gelbguss 

Schnalle verzinnt, wie sie gerne von den Bürgern in den Städten getragen wird, silberne Schnallen sind dem Adel vorbehalten.







um 1300 (Lo 306)

2. Hälfte XIII Jh mit Beutelhalter

mit Zieren „spenglin“ und Beutelhalter um 1300

um 1300 (Beschlag ähnl. Lo 1287)










XIV Jh

Knieriemen XIV Jh

spenglin“ und Beutelhalter XIV Jh

Nieten 1270-1350 (Lo 1077 und Raffenburg, Hagen)

Schnalle ab 1350, gelbguss







Nieten 1350 – 1450 (Lo 1018), rotguss

Nieten 1350 – 1450 (Neustadt am Main)

Nieten 1350 – 1450 (Lo 1083, auch Visby ähnl.) [das Lineament stammt übrigens von unserem Rechentisch, leider sind die Summen oft nicht so gross, als dass sich das Rechnen auf der Linie lohnt, ja Kaufmann müsste man sein...]

Nieten 1350-1450 (Lo 1018), gelbguss







Schnalle und Zunge um 1400

Schnalle (Fi 385) und Zunge (Lo 607) um 1400

Gürtelzieren (Lo 1015) und Schnalle (Fi 385) um 1400, rotguss

Leierschnalle und Senkel um 1400 mit Beutelhalter, gelbguss







1300 bis 1400

Ende XIV Jh mit kleinem Beutelhalter

um 1400

um 1400 (Lo 481 u Fi 187), zinn












XV Jh 


Schnallen original XV-XVI Jh


Senkel ab 1400, gelbguss


1350 bis 1450 (Lo 1083), zinn und verzinnt

Senkel ab 1400

1400-1450, Niete (Lo 811), zinn

Gürtel für den Adel XV Jh, silber







Schnalle und Zunge (Lo 607) XV Jh, gelbguss

Schnalle ab 1440 (Fi 516)

Zunge (Lo 705) XV Jh

Schnalle (Pierrefonds Fi 437) XV Jh







XV Jh

XV Jh, Leder schwarz

Doppelschnalle – Riemenführung

Wir bemühen uns Gürtelzieren mit kleinen Blechen sicher zu befestigen.








um 1500 mit Beutelhalter für Almosenbeutel

XV Jh mit kleinen Lilien

Sonderauftrag XV Jh Schleppriemen für das Schwert (kl. Schnallen ähnl. Lo 306)












XVI

-

XVII Jh 


Schnallen original XVI-XVII Jh

1400 bis 1600

1400 bis 1600 (RW 347)










XVII Jh 


Schnallen original XVII Jh












XVII- XVIII Jh 


Schuh- und Gürtelschnallen original um 1700

















XVIII Jh

1. Hälfte 

Schuhschnallen und Ankerdorn original 1. Hälfte XVIII Jh

















XVIII Jh

2. Hälfte


Schuhschnallen original 2. Hälfte XVIII Jh










Quellen:

- Archreal

- Geoff Egan (Hrsg.): Dress Accessories 1150-1450. Medieval Finds from Excavations in London, London 1998

- Ilse Fingerlin: Gürtel des hohen und späten Mittelalters, München Berlin 1971

- Stephan Krabath: Die hoch- u. spätma Buntmetallfunde nördl. d. Alpen, Rahden 2001


...falls Fragen, schickt Eure mail-Postille an dragal (et)

web.de